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Trennungsunterhalt

Die Höhe des Unterhaltsanspruchs richtet sich danach, wie die Einkommensverhältnisse der Eheleute vor der Trennung waren. Der Lebensstandard soll soweit wie möglich unverändert bleiben gegenüber der Zeit vor der Trennung. Es wird also ermittelt, wie viel Geld die Ehegatten vor der Trennung unter Berücksichtigung etwaiger Schulden und unter Berücksichtigung von Kindesunterhalt monatlich zur Verfügung hatten.

Beispiel: Herr Müller verdient netto 1.500,-- € und Frau Müller verdient netto 1.200,-- €. Kreditverbindlichkeiten bestehen nicht. Die Eheleute Müller haben keine Kinder. Da Herr Müller 300,-- € mehr als seine Frau verdient, muss er seiner Frau Trennungsunterhalt zahlen in Höhe von 3/7 des Betrages, den er mehr verdient. 300,-- € x 3/7 = 128,57 €.

Bei der Berechnung des Einkommens der Ehegatten wird das Nettoeinkommen der vergangenen 12 Monate addiert und anschließend durch 12 geteilt, so dass ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen errechnet wird, in dem mögliche Sonderzahlungen des Arbeitgebers – wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld – enthalten sind. Von diesem durchschnittlichen Einkommen werden abgezogen etwaige monatliche Kreditverbindlichkeiten, etwaige Gewerkschaftsbeiträge und berufsbedingte Aufwendungen, z. B. für Fahrtkosten von der Wohnung zur Arbeitsstätte. Wenn Kindesunterhalt zahlbar ist, wird zunächst der zahlbare Kindesunterhalt – ohne Kindergeldanrechnung – vom Einkommen abgezogen.

Wer keine Miete zahlen muss, da er im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung lebt, hat unterhaltsrechtlich einen sog. Wohnwertvorteil, der das Einkommen erhöht.

Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen muss auch gegenüber dem getrennt lebenden Ehegatten gewahrt werden. Ihm muss ein bestimmtes Nettoeinkommen monatlich verbleiben.

 

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Verfahrenskostenhilfe kann für jedes Scheidungsverfahren beantragt werden!

Entweder stellen Sie über Ihren Rechtsanwalt den Antrag oder Sie stellen den Antrag hier.

Insbesondere sollen vorgelegt werden (auch als Kopie möglich)

-akt. Verdienstbescheinigung (Abrechnung),

-der aktueller Arbeitslosengeld- oder Sozialhilfebescheid bzw. Bescheid der Arbeitsförderung,

-der Mietvertrag,

-etwaige Darlehensverträge,

-aktuelle Kontoauszüge

-Zahlungsverpflichtungen.

Auch müssen Angaben über Vermögen (z.B. Eigentumswohnung, Lebensversicherung, Sparguthaben usw.) gemacht werden.

 

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